Über Leo Evans existieren nur unvollständige Aufzeichnungen. Gesichert ist: Eine Nacht riss ihn aus seinem alten Leben und brachte ihn an einen Ort, den gewöhnliche Menschen niemals finden sollten.
Was damals geschah, wurde aus den öffentlichen Archiven entfernt. Mehrere Zeugenberichte widersprechen einander. Nur ein Begriff taucht immer wieder auf: der Blutdolch.
Seit seiner Ankunft an der Starfire-Schule gilt Leo als ungewöhnlicher Fall. Nicht wegen dem, was er weiß, sondern wegen dem, was in ihm verborgen liegt.
Leo Evans ist kein Held. Er ist ein Junge, der plötzlich in einer Welt aufwacht, für die ihn niemand vorbereitet hat. Zwischen alten Mauern, verschlossenen Türen und Schülern, die mehr wissen, als sie sagen, versucht er zu begreifen, warum ausgerechnet er hierhergebracht wurde.
Die Starfire-Schule ist für Leo zunächst vor allem eines: ein Zufluchtsort. Zum ersten Mal seit jener Nacht gibt es Mauern, Regeln und Menschen, die ihn auffangen. Gleichzeitig merkt er, dass dort nicht alles offen ausgesprochen wird und manche Fragen einfach im Raum stehen bleiben.
Während Leo lernt, dem zu misstrauen, was in ihm selbst erwacht, versucht er zugleich zu verstehen, warum ausgerechnet er an diesen Ort gebracht wurde. Je mehr er über diese Welt erfährt, desto deutlicher wird, wie viel ihm aus seiner eigenen Geschichte fehlt.
Antworten gibt es durchaus, aber selten dort, wo Leo sie zuerst sucht. Vieles wird nur angedeutet, anderes bleibt im Halbschatten, und manches wird erst wichtig, als Leo längst glaubt, es schon hinter sich gelassen zu haben.
Nicht alles, was Leo erfährt, fügt sich sofort zusammen. Ein Teil der Wahrheit liegt in Andeutungen, ein anderer in Blicken und Sätzen, die nie zu Ende gesprochen werden.
Der Blutdolch ist der Beginn einer Geschichte über Zugehörigkeit, Misstrauen und die Frage, ob man sich selbst noch trauen kann, wenn die eigene Vergangenheit nur aus Lücken besteht.
In Stárfyre geht es nicht nur darum, was in Leo steckt, sondern auch darum, wem er überhaupt glauben kann. Alle scheinen nur Bruchstücke der Wahrheit zu kennen oder weiterzugeben, und je mehr Leo hört, desto schwerer wird es, daraus ein klares Bild zu gewinnen.
Auch außerhalb der Schule merkt Leo, dass diese Welt mehr verbirgt, als sie auf den ersten Blick zeigt. Er steht erst am Anfang einer Geschichte, die größer ist, als man ihn zu Beginn glauben lässt.
„Stárfyre – Der Blutdolch" ist der erste Blick in eine Welt, in der Wissen geschützt, verschwiegen und manchmal absichtlich falsch überliefert wird.
Stárfyre – Der Blutdolch führt dich nicht mit einer Erklärungstafel in seine Welt. Vieles bleibt zunächst ungesagt. Namen tauchen auf, bevor man sie einordnen kann. Hinweise wirken nebensächlich, bis sie plötzlich Gewicht bekommen.
Der erste Band beginnt nah bei Leo und bleibt bei seiner Unsicherheit. Er versteht nicht sofort, was mit ihm geschieht. Der Leser weiß nicht mehr als er. Genau daraus entsteht der Sog: aus Lücken, Andeutungen und dem Gefühl, dass jede Antwort ihren Preis hat.
Statt große Wahrheiten sofort auszusprechen, lässt die Geschichte Raum für Misstrauen. Wer sagt die Wahrheit? Wer verschweigt etwas? Und warum scheint so vieles mit Leo verbunden zu sein, ohne dass ihm jemand offen erklärt, weshalb?
Es ist eine Geschichte für Leser, die Magie mögen, aber nicht jede Erklärung sofort serviert bekommen wollen. Für alle, die alte Bibliotheken, verbotene Räume, unzuverlässige Wahrheiten und Figuren mögen, die erst lernen müssen, wem sie trauen können.
Was dieses Buch auszeichnet: Es erzählt nicht alles auf einmal. Es lässt Spuren liegen und vertraut darauf, dass du ihnen folgst.
Manche Antworten liegen nicht im Licht. Manche stehen im Kodex, geschwärzt bis zur Unkenntlichkeit.
Kodex-Eintrag 347 – Artefakte der Alten Zeit
Der Blut-Dolch wird in mehreren alten Bestandslisten erwähnt, jedoch nie mit vollständiger Herkunft. Die Klinge ist schwarz beschrieben, ohne Spiegelung, mit feinen orangefarbenen Zeichen entlang der Mitte. Eine verlässliche Übersetzung dieser Runen liegt nicht vor.
Der Griff besteht laut Archiv aus dunklem Metall und trägt rote Einsätze, die in einigen Berichten als Edelsteine, in anderen als versiegelte Kammern bezeichnet werden. Die Länge weicht von gewöhnlichen Dolchen ab. Frühere Kataloge führen das Stück deshalb teils als Kurzschwert.
Warnung: Mehrere Stellen der Akte wurden nachträglich geschwärzt. Gesichert ist nur: Das Artefakt wurde nie als Ausstellungsstück freigegeben.
Die bekannten Berichte widersprechen einander. Kein Eintrag stuft das Artefakt als harmlos ein.
Die Zeichen wurden mehrfach kopiert, aber nie öffentlich erklärt. Einige Abschriften fehlen vollständig.
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